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Kalkulation·Grundfunktion

Der Blick über die eigene Schulter

Bevor ein Angebot rausgeht, lohnt ein zweiter Blick. Der Kalkulations-Check geht die Positionen durch und meldet, was nicht zusammenpasst — eine Massivholzposition ohne Minuten für die Oberfläche etwa ist keine Geschmacksfrage, sondern ein Fehler.

Zu finden unterProjekt → Reiter Kalkulation → 🎯 Kalkulations-Check
Der Blick über die eigene Schulter

Der Kalkulations-Check: was CraftFlow beim Rechnen festgehalten hat, darunter der Knopf „Stunden erklären lassen“.

Wonach gesucht wird

Positionen ohne Preis. Zeiten, die für das beschriebene Möbel unplausibel sind — ein Zusammenbau mit einer Minute etwa, der beim Testen tatsächlich einmal vorkam. Material, das zur Beschreibung nicht passt. Oberflächenarbeiten bei Massivholz, die fehlen, oder Bekantung bei Dekor, die vergessen wurde.

Gefunden wird nichts automatisch geändert. Der Check zeigt, was ihm auffällt — entscheiden tust du.

Ein Beispiel: Steht in einer Position eine Innentür, die als Komplettelement bezeichnet ist — etwa „Innentür CPL mit Zarge, Zukauf komplett“ —, und daneben noch eine Zeile mit Türbändern, fragt der Check nach: „Bänder sind bei einer komplett zugekauften Innentür meist schon dabei — doppelt gerechnet?“ Dabei steht, mit welchem Betrag die Bänder in der Position stehen. Gestrichen wird nichts: Ob die Bänder wirklich dabei sind, siehst du im Angebot deines Lieferanten. Topfscharniere an Möbeltüren lösen den Hinweis nicht aus.

Die KI geht bei einer komplett zugekauften Innentür selbst davon aus, dass Bänder sowie Schloss und Falle im Element stecken. Die Drückergarnitur setzt sie als eigene Materialzeile an.

Warum eine Maschine das kann

Nicht weil sie es besser weiß, sondern weil sie nicht müde wird. Beim fünften Angebot an einem Freitagnachmittag übersieht jeder etwas; eine Prüfung, die immer gleich gründlich durchgeht, fängt genau das ab.

Was du im Check siehst

Der Check öffnet sich über 🎯 Kalkulations-Check in der Werkzeugleiste als Fenster rechts neben den Positionen. Er zeigt sofort, was CraftFlow beim Rechnen festgehalten hat — zum Beispiel, wo Mengen geschätzt wurden. Eine kleine Zahl auf dem Knopf sagt dir schon vorher, wie viele solcher Besonderheiten es gibt.

Das Öffnen allein kostet nichts. Erst mit Stunden erklären lassen oder einer eigenen Frage legt die KI dar, wie sie auf die Stunden gekommen ist. Du kannst nachhaken oder deine eigene Einschätzung danebenstellen und mit „Senden →“ abschicken. Der Check geht auch am Handy — praktisch, wenn du ein Angebot auf der Baustelle noch einmal durchgehen willst.

Beispiel: Sideboard in Eiche massiv, geölt

Angenommen, du hast ein Sideboard beschrieben: 1,80 m breit, Eiche massiv, geölt, drei Schubkästen. Auf dem Knopf steht eine kleine Zahl, und im Check findest du zum Beispiel den Hinweis, dass eine Menge geschätzt wurde, weil die Beschreibung sie nicht hergab.

Du lässt dir die Stunden erklären und siehst bei der Oberfläche eine knappe Zeit. Hier hilft dein Werkstattwissen: Komplett ölen mit zwei Aufträgen und Abziehen liegt in der Praxis eher bei 20 bis 30 Minuten je Quadratmeter — und bei Massivholz wird beidseitig behandelt, damit sich nichts verzieht. Bei angenommen sechs Quadratmetern Fläche, beide Seiten gerechnet, sind das zwei bis drei Stunden — nicht ein paar Minuten.

Geändert wird nicht im Check, sondern über die KI-Optimierung („Oberfläche Eiche geölt beidseitig, rechne 30 Minuten je Quadratmeter“) oder direkt in der Position unter Arbeitszeiten anpassen.

Worauf ein zweiter Blick immer lohnt

Aus der Praxis sind es meist dieselben Stellen, an denen Kalkulationen danebenliegen: die Oberfläche, weil Zwischenschliffe und Trockenzeiten vergessen werden; die Montage, weil Altbau und schiefe Wände nicht erwähnt wurden; und geschätzte Mengen, solange kein Aufmaß vorliegt. Genau dort setzt der Check an, wenn er dir zeigt, was angenommen statt angegeben wurde.

Wie du die Zahlen in der Kalkulation insgesamt einordnest, steht auf Kalkulation lesen und verstehen. Warum eine saubere Vollkostenrechnung die Grundlage dafür ist, erklärt das Kalkulationsprogramm für Schreiner.

Tipp · Vor dem PDF, nicht danach

Der Check gehört zwischen Kalkulation und Angebot. Ein verschicktes Angebot zurückzuholen, kostet mehr als zwei Minuten Prüfen.

Häufige Fragen

Wie prüfe ich eine Kalkulation, bevor ich das Angebot verschicke?

Öffne in der Kalkulation den Kalkulations-Check. Er zeigt, was beim Rechnen geschätzt wurde, und erklärt auf Wunsch, wie die Stunden zustande kamen.

Ändert der Kalkulations-Check meine Kalkulation?

Nein. Er erklärt und nennt Besonderheiten. Ändern tust du über die KI-Optimierung oder direkt in den Positionen.

Kostet der Kalkulations-Check etwas vom Kontingent?

Das Öffnen nicht. „Stunden erklären lassen“ und jede eigene Frage zählen wie eine Runde der KI-Optimierung für dieses Angebot.

Was bedeutet die Zahl auf dem Knopf Kalkulations-Check?

Sie zeigt, wie viele Besonderheiten CraftFlow beim Rechnen festgehalten hat, zum Beispiel geschätzte Mengen.

Das gehört dazu

Passt dazu

Diese Seite erklärt eine Funktion. Wie CraftFlow insgesamt rechnet — Material mit Aufschlag, Lohn je Kostenstelle, Gemeinkosten, Wagnis und Gewinn —, steht auf Kalkulationsprogramm für Schreiner. Und wenn der Stundensatz selbst die offene Frage ist: Die Rechnung dahinter führt der Ratgeber zum Stundensatz Schritt für Schritt durch, auch ohne Software.

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