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Kalkulation·Grundfunktion

Die Kalkulation lesen und verstehen

Die Kalkulation ist deine Arbeitsfläche: oben die Kennzahlen, darunter die Positionen. Sie ersetzt das Blatt, auf dem du sonst Platten, Beschläge und Stunden nebeneinanderschreibst. Jede Position lässt sich aufklappen und bis auf die letzte Materialzeile ändern.

Zu finden unterProjekt → Reiter Kalkulation
Die Kalkulation lesen und verstehen

Reiter Kalkulation: oben die Werkzeugleiste und die sechs Zahlen, darunter die Positionen. Beispielwerte aus dem Testkonto.

Die sechs Zahlen oben

Positionen, Netto, MwSt., Brutto — und daneben zwei, die es in keinem Angebot gibt: Material und Stunden. Genau die beiden sagen dir, ob die Kalkulation stimmt.

Material und Stunden rechnen mit denselben Positionen wie das Netto: Alternativpositionen zählen auch hier nicht mit. Eine Küche mit drei Alternativen sieht oben also nicht nach mehr Material und Arbeit aus, als in der Summe steht. Die beiden Zahlen sind genau die Summe dessen, was in diesen Positionen an Material und Zeit steht.

Wie sich beide zueinander verhalten, hängt von der Arbeit ab: Ein Möbel aus Systemplatten trägt mehr Material und weniger Zeit als eines aus Massivholz mit dreischichtigem Lackaufbau. Eine allgemeingültige Prozentzahl gibt es nicht — sie schwankt mit Region, Einkaufskonditionen und Maschinenpark. Belastbare Vergleichswerte liefert der Bundesbetriebsvergleich von Tischler Schreiner Deutschland, allerdings nur für Teilnehmer.

Nützlicher als eine fremde Faustregel ist dein eigener Erfahrungswert. Schau dir die beiden Zahlen über zehn Angebote hinweg an: Was bei DIR bei einem Einbauschrank herauskommt, ist der Maßstab, an dem du das elfte messen kannst. Fällt eines deutlich heraus, lohnt der zweite Blick.

Kundentext und interne Kalkulation

Jede Position hat zwei Teile. Oben der Kundentext — das, was im Angebot steht: Bauteile, Maße, Material, Ausführung. Darunter, ausdrücklich beschriftet mit „nicht sichtbar für Kunden“, die interne Kalkulation mit Materialzeilen und Arbeitszeiten.

Diese Trennung ist keine Förmlichkeit. Der Kunde soll wissen, was er bekommt — nicht, mit welchem Aufschlag du rechnest.

Die Rechenprobe in jeder Position

Material und Arbeitszeit einer Position stehen für ihre ganze Menge — bei sechs Stück für alle sechs. Die Zeilen ergeben auf den Cent und auf die Minute die Summen darüber. Die Zeiten stehen in Stunden und Minuten, etwa „1 h 15 min“; eingetragen wird weiter in Minuten.

Steckt außer Material und Arbeit noch etwas im Preis, steht es als eigene Zeile über dem Positionsgesamt: der Preisfaktor deines Betriebs oder die Rundung des Einheitspreises auf volle Cent. Darunter steht der Rechenweg, etwa „= 6 Stück × 618,42 €“. Wie das bei mehreren Stück genau rechnet, steht unter Stückzahl.

Was du an der Positionszeile machen kannst

Stückzahl setzen, die Position als Alternative kennzeichnen, sie mit den Pfeilen verschieben, ihr eine Gruppe geben oder sie mit dem × löschen. Unten steht „+ Position hinzufügen“ für alles, was die KI nicht wissen konnte.

Woher die Bürozeit kommt

Bei Möbeln mit Stückliste rechnet CraftFlow die Bürozeit selbst — Besprechung, Planung, Konstruktion und Arbeitsvorbereitung. Grundlage ist die Größe des Auftrags: Jedes eigene Möbel zählt, weitere gleiche Stücke zählen nur ein wenig. Die Bürozeit steht einmal im Preis, nicht je Stück.

Jeder weitere Bereich bringt 3 Stunden Büro dazu. Ein Bereich ist eine eigene Überschrift im Angebot — also die Gruppe, die du einer Position gibst, zum Beispiel Küche, Flur, Bad. Jeder weitere Raum braucht eigenes Aufmaß, eigene Abstimmung, eine eigene Zeichnung und eine eigene Bestellung. Positionen ohne Überschrift zählen zusammen als ein Bereich.

Den Rechenweg findest du im Kalkulations-Check unter „Bürozeit nach Auftragsgröße gerechnet …“ — mit den Minuten je Kostenstelle.

FallWas CraftFlow für das Büro rechnet
Ein BereichBürozeit nach der Größe des Auftrags
Jeder weitere Bereich (eigene Überschrift)3 h mehr
Möbel unter der Dachschrägezusammen mindestens 8 h: Aufmaß mit Winkeln 2 h, Detailzeichnung der Schräge 3 h, Planung und Angebot 1,5 h, Bestellung und Arbeitsauftrag 1,5 h
Einbaumöbel aus Massivholz, vor Ort angepasst (z. B. Eckbank)zusammen mindestens 10 h: Aufmaß an Wand und Ecke, Abstimmung, Zeichnung, Holzeinkauf und Arbeitsauftrag

Bei Dachschräge zählen weitere Bereiche in die 8 h hinein, nicht obendrauf. Liegt die gerechnete Zeit schon über der Mindestzeit, bleibt sie. Für Aufträge ohne Stückliste, etwa Türen oder eine Treppe, schätzt die KI die Bürozeit mit Mindestzeiten.

Woher die Bürozeit kommt

Rechts der Kalkulations-Check eines Schranks unter der Dachschräge: „Bürozeit nach Auftragsgröße gerechnet …“ mit den Minuten je Kostenstelle und der Mindestzeit von 8 h. Beispielwerte aus dem Testkonto.

Die kleinen Marken in den Materialzeilen

Unter der Bezeichnung einer Materialzeile steht, woher der Preis kommt. gemerkter Preis heißt: aus deinen Materialpreisen. Richtwert heißt: CraftFlow hatte nichts Eigenes von dir und hat einen Richtwert eingesetzt. Stückliste heißt: Die Menge ergibt sich aus den Bauteilen — diese Zeilen sind grau und werden in der Stückliste geändert, nicht in der Materialtabelle.

Ein leeres Preisfeld ist kein Fehler, sondern ein Hinweis: Hier fehlt noch der Einkaufspreis. Oben neben den sechs Zahlen erscheint ein weiteres Feld Preisfaktor nur dann, wenn er nicht bei 1,00 liegt.

Beispiel: Einbauschrank in fünf Minuten durchsehen

Angenommen, CraftFlow hat einen Einbauschrank für den Flur gerechnet, 2,40 m breit, Dekor, Drehtüren. So gehst du vor: Zuerst die Stunden — würdest du den Schrank in dieser Zeit bauen und montieren? Dann das Material — passt das zu dem, was du beim Händler für Platten, Kanten und Beschläge zahlst?

Danach die Position aufklappen. In den Materialzeilen achtest du auf die Marke Richtwert: Das sind die Stellen, an denen deine eigenen Preise noch fehlen. In den Arbeitszeiten schaust du, ob Oberfläche und Montage zur Beschreibung passen — „Altbau“ etwa muss sich in der Montagezeit wiederfinden.

Zum Schluss der Kundentext oben: Stehen Maße, Material und Ausstattung so drin, wie du es dem Kunden zusagen willst? Was du änderst, markiert der Reiter mit einem Punkt „●“, bis du speicherst.

Was unter den Positionen steht

Unter der Liste zeigt der Kasten Das hast du schon einmal gebaut ab dem Starter-Plan passende frühere Projekte mit ihren echten Zeiten — vorausgesetzt, sie sind nachkalkuliert. Daraus lässt sich eine Position als Vorlage übernehmen. Ist dein Betrieb noch nicht eingerichtet, steht dort außerdem „Passt der Preis nicht zu deinem Betrieb?“ mit dem Weg zu Meine Zeiten.

Am Handy lassen sich die Positionen ansehen, bearbeitet wird am Computer. Wie die Rechnung dahinter aufgebaut ist — Material mit Aufschlag, Lohn je Kostenstelle, Gemeinkosten, Wagnis und Gewinn —, steht auf Kalkulationsprogramm für Schreiner.

Tipp · Stunden gesamt zuerst lesen

Bevor du Positionen durchgehst: Schau auf die Gesamtstunden und frag dich, ob du das Möbel in dieser Zeit bauen würdest. Wenn nicht, ist die Ursache meist eine einzelne Kostenstelle — und die findest du schneller über die Zeiten als über die Preise.

Häufige Fragen

Woran erkenne ich, ob ein Materialpreis geschätzt ist?

An der Marke „Richtwert“ unter der Bezeichnung. Steht dort „gemerkter Preis“, kommt er aus deinen eigenen Materialpreisen.

Sieht der Kunde meine interne Kalkulation?

Nein. Im Angebot steht nur der Kundentext mit dem Preis. Materialzeilen, Einkaufspreise, Aufschläge und Zeiten bleiben intern.

Warum kann ich manche Materialzeilen nicht ändern?

Grau gesperrte Zeilen kommen aus der Stückliste. Menge und Maß änderst du dort, den Preis in der Materialtabelle.

Das gehört dazu

Passt dazu

Diese Seite erklärt eine Funktion. Wie CraftFlow insgesamt rechnet — Material mit Aufschlag, Lohn je Kostenstelle, Gemeinkosten, Wagnis und Gewinn —, steht auf Kalkulationsprogramm für Schreiner. Und wenn der Stundensatz selbst die offene Frage ist: Die Rechnung dahinter führt der Ratgeber zum Stundensatz Schritt für Schritt durch, auch ohne Software.

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