Material in der Position ändern
Was CraftFlow an Material einsetzt, ist ein begründeter Vorschlag — kein Urteil. Ob die Rückwand 8 mm stark ist oder 16, ob die Front furniert oder foliert wird: Das weiß niemand besser als der, der das Möbel baut. In der aufgeklappten Position änderst du jede Zeile.

Was in einer Zeile steht
Bezeichnung, Menge, Einheit, Einkaufspreis und Aufschlag in Prozent — daraus ergibt sich der Verkaufspreis rechts. Alles davon lässt sich überschreiben, und die Summe rechnet sich sofort neu.
Mit „+ Materialzeile“ ergänzt du, was fehlt: die Sonderbeschläge, das Kantenband in Wunschfarbe, die Schrauben, an die keiner denkt. Mit dem × entfernst du, was der Kunde doch nicht will.
Zu schnell gelöscht? Die Zeile bleibt ausgegraut an ihrer Stelle stehen, und wo das × war, steht jetzt ein ↩. Ein Klick darauf holt sie zurück — 30 Sekunden lang, bis du die nächste Zeile löschst. Gespeichert wird wie immer erst mit „Speichern“.
Einkaufspreis oder Verkaufspreis
Eingetragen wird immer der Einkaufspreis — was du beim Händler zahlst. Der Aufschlag macht daraus den Preis für den Kunden. So bleibt in jeder Zeile sichtbar, wo die Marge herkommt, und du kannst sie je Material unterschiedlich ansetzen: Standardplatten tragen weniger als Sonderbestellungen.
Die Häkchen links
Jede Zeile lässt sich für die Materialanfrage an- oder abwählen. Damit fragst du bei deinem Händler nur nach dem, was du wirklich wissen willst — und nicht nach den fünf Schrauben.
Woher der Preis in einer Zeile kommt
Unter jeder Bezeichnung steht eine kleine Marke. gemerkter Preis kommt aus deinen hinterlegten Materialpreisen. Richtwert heißt, CraftFlow hatte von dir nichts und hat einen Durchschnittswert eingesetzt — das sind die Zeilen, die du zuerst prüfen solltest. Stückliste heißt, die Menge kommt aus den Bauteilen und rechnet sich bei jeder Änderung der Stückliste neu. Einkaufspreis und Aufschlag, die du in der Zeile einträgst, bleiben dabei stehen.
Auch eine Zeile aus der Stückliste kannst du direkt ändern. Änderst du Bezeichnung, Menge oder Einheit, gilt dein Wert fest; die Marke heißt dann Stückliste · von Hand, und die Stückliste rechnet diese Zeile nicht mehr nach. Mit dem × löschst du sie, und sie kommt auch beim Nachrechnen nicht wieder. Brauchst du sie doch, holt sie in der aufgeklappten Stückliste der Knopf zurück, der mit der Zahl der gelöschten Zeilen beginnt, zum Beispiel 2 gelöschte Materialzeilen wieder aus der Stückliste rechnen.
Das geht auch im Gespräch: Sagst du in der KI-Optimierung „den Clip top raus“ oder nennst eine neue Menge, ändert sich nur diese eine Zeile, genau wie mit dem × oder von Hand. Die Stückliste bleibt.
Ist das Preisfeld leer, fehlt der Einkaufspreis noch. Der Aufschlag ist mit dem Wert aus deinen Warenaufschlägen vorbelegt; solange du dort nichts änderst, sind das 30 Prozent.
Beispiel: Einbauschrank mit besseren Auszügen
Angenommen, CraftFlow hat einen Einbauschrank mit vier Schubkästen Blum Tandembox gerechnet, mit einem Einkaufspreis von 30 € je Stück. Der Kunde möchte Legrabox, du zahlst bei deinem Händler 60 € je Stück. Du änderst Bezeichnung und Einkaufspreis in der Zeile, der Rest rechnet sich sofort neu.
Gleich danach ergänzt du mit „+ Materialzeile“ das Kantenband in Wunschfarbe, das in der Beschreibung fehlte: angenommen 30 Laufmeter zu 0,80 €. Beide Änderungen zusammen sehen so aus:
| Zeile | Einkauf | Aufschlag | Im Angebot |
|---|---|---|---|
| Schubkasten Legrabox, 4 Stk × 60 € | 240,00 € | 30 % | 312,00 € |
| zum Vergleich vorher: Tandembox, 4 Stk × 30 € | 120,00 € | 30 % | 156,00 € |
| Kantenband, 30 lfm × 0,80 € | 24,00 € | 30 % | 31,20 € |
Beispielpreise, keine Richtwerte. Der Unterschied im Angebot: 156,00 € mehr für die Auszüge und 31,20 € für die Kante — ohne Lohn, der sich durch den Wechsel nicht ändert.
Preise anfragen und merken lassen
Bist du dir bei einem Preis unsicher, hakst du die Zeilen links an und schickst — ab dem Starter-Plan — mit Ausgewählte Preise anfragen eine Anfrage an deinen Händler. CraftFlow schlägt die passenden Lieferanten aus deiner Lieferantenliste (Einstellungen → Lieferanten) vor und schreibt die Anfrage. Wie das abläuft, steht unter Lieferantenanfragen.
Einen Preis, der immer gilt, musst du nicht in jeder Kalkulation neu eintragen. Sag ihn in der KI-Optimierung beiläufig dazu, dann fragt CraftFlow, ob es ihn sich merken soll. Und wer nach dem Auftrag die Lieferantenrechnungen einliest, gibt CraftFlow die echten Einkaufspreise statt der geschätzten. Wie Material in die Vollkostenrechnung eingeht, steht auf Kalkulationsprogramm für Schreiner.
Korrigierst du denselben Preis zum dritten Mal, hinterleg ihn unter Materialpreise. Ab dann rechnet CraftFlow von sich aus damit.
Häufige Fragen
Trage ich in der Kalkulation den Einkaufs- oder den Verkaufspreis ein?
Den Einkaufspreis. Der Aufschlag in derselben Zeile macht daraus den Preis im Angebot.
Wie viel Materialaufschlag nimmt ein Schreiner?
Das hängt von der Warengruppe und deinem Beschaffungsaufwand ab. CraftFlow startet mit 30 Prozent; je Warengruppe und je Zeile kannst du davon abweichen.
Was bedeutet „Richtwert“ unter einer Materialzeile?
Für dieses Material war kein eigener Preis hinterlegt, CraftFlow hat einen Richtwert eingesetzt. Hinterlegst du den Preis unter Materialpreise, rechnet CraftFlow künftig mit deinem.
Das gehört dazu
Passt dazu
Diese Seite erklärt eine Funktion. Wie CraftFlow insgesamt rechnet — Material mit Aufschlag, Lohn je Kostenstelle, Gemeinkosten, Wagnis und Gewinn —, steht auf Kalkulationsprogramm für Schreiner. Und wenn der Stundensatz selbst die offene Frage ist: Die Rechnung dahinter führt der Ratgeber zum Stundensatz Schritt für Schritt durch, auch ohne Software.
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