Positionen zu Gruppen zusammenfassen
Bei einem Projekt mit fünfzehn Positionen hilft dem Kunden eine Gliederung: Flur, Bad, Küche. Dafür gibt es an jeder Position ein Gruppenfeld.

Positionen mit derselben Gruppe „Unterschränke“ — im Angebot stehen sie unter einer gemeinsamen Überschrift, darunter die Zwischensumme der Gruppe.
Wie es funktioniert
Du schreibst in das Feld einen Namen — „Flur“, „Bad“, „Küche Oberschränke“. Positionen mit genau demselben Namen, die direkt hintereinander stehen, fasst das Angebot unter einer gemeinsamen Überschrift zusammen.
Wer nichts einträgt, bekommt eine fortlaufende Liste. Bei drei Positionen ist das genau richtig; bei fünfzehn wird es unübersichtlich.
So steht die Gruppe im Angebot
Die Gruppe bekommt im PDF eine eigene Kopfzeile mit Positionsnummer und Namen, zum Beispiel „Pos. 1 Flurschrank“. Die Positionen darunter werden durchgezählt: 1.001 Korpus, 1.002 Türen, 1.003 Beleuchtung. Positionen ohne Gruppe stehen für sich, mit eigener Nummer und ohne Kopfzeile.
Unter den Positionen einer Gruppe steht eine Zwischensumme, zum Beispiel „Zwischensumme Flur“. So sieht der Kunde bei größeren Angeboten direkt, was jeder Bereich kostet. Alternativpositionen zählen nicht mit. Die Preise je Position und die Gesamtsumme am Ende bleiben wie gewohnt.
Die Zwischensumme steht im Angebots-PDF und im Reiter Angebot unter „Leistungsübersicht“. Positionen ohne Gruppe, etwa Lieferung und Montage, bekommen keine. Auftragsbestätigung und Rechnung bleiben ohne Zwischensummen.
Im Angebots-PDF sehen alle Hauptpositionen gleich aus, ob Gruppe oder nicht: Die Nummer (Pos. 1, Pos. 2 …) steht fett. Die Unterpositionen 1.001, 1.002 … haben eine graue Nummer. Schon festgeschriebene Dokumente bleiben, wie sie sind.
Wichtig: Zu einem Block werden nur Positionen, die direkt hintereinander stehen und genau gleich benannt sind. Liegt zwischen zwei „Flur“-Positionen eine andere, entstehen zwei Kopfzeilen „Flur“. Dann schiebst du sie mit den Pfeilen zusammen, siehe Positionen sortieren. „Flur“ und „Flur EG“ sind zwei verschiedene Gruppen.
Beispiel: Ausstattung über drei Räume
Ein Kunde lässt nach dem Umbau Flur, Bad und Wohnzimmer ausstatten: Garderobe und Schuhschrank im Flur, Waschtischunterschrank und Spiegelschrank im Bad, ein Sideboard im Wohnzimmer, dazu Lieferung und Montage. Ohne Gruppen sind das sechs Positionen hintereinander. Mit den Gruppen „Flur“ und „Bad“ liest sich das Angebot wie ein Rundgang durch die Wohnung — die Tabelle unten zeigt, wie es im PDF steht.
Sagt der Kunde danach „das Bad machen wir später“, sieht er sofort, welcher Block wegfällt — und du weißt, welche Positionen du löschst, ohne die anderen anzufassen. Die Montage steht bewusst für sich: Sie fällt für alle Räume zusammen an. Fällt ein Raum weg, passt du sie danach an.
| Nr. | Im PDF |
|---|---|
| Pos. 1 | Flur |
| 1.001 | Garderobe mit Hutablage |
| 1.002 | Schuhschrank mit vier Klappen |
| Zwischensumme Flur | |
| Pos. 2 | Bad |
| 2.001 | Waschtischunterschrank |
| 2.002 | Spiegelschrank mit Beleuchtung |
| Zwischensumme Bad | |
| Pos. 3 | Sideboard Wohnzimmer |
| Pos. 4 | Lieferung und Montage |
Beispiel. Sideboard und Montage haben keine Gruppe und stehen deshalb als einfache Positionen da, ohne Zwischensumme. Die Preise stehen im echten Angebot in der rechten Spalte.
Welche Gliederung zu welchem Auftrag passt
Gliedere so, wie der Kunde entscheidet. Bei einem großen Möbel sind das die Bauteile, bei einem Innenausbau die Räume. Bei einem einzelnen Möbel mit zwei, drei Positionen brauchst du gar keine Gruppe.
Im Leistungsverzeichnis einer Ausschreibung heißen solche Gruppen Titel, und die Gliederung ist vorgegeben — mehr dazu unter GAEB-Kalkulation. Im Angebot an Privatkunden bestimmst du sie selbst. Wie ein Angebot insgesamt aufgebaut wird, zeigt die Angebotsvorlage für Handwerker.
| Auftrag | Sinnvolle Gruppen |
|---|---|
| Einzelmöbel mit wenigen Positionen | keine |
| Einbauschrank mit Zubehör | das Möbel als Gruppe: Korpus, Türen, Innenausstattung, Beleuchtung |
| Einbauküche | Unterschränke, Hochschränke, Oberschränke, Arbeitsplatte und Nischen |
| Innenausbau über mehrere Räume | je Raum eine Gruppe |
| Innentüren im Neubau | je Geschoss oder je Türtyp |
Erfahrungswerte aus dem Schreineralltag, keine Vorgabe.
Der Kunde denkt in Räumen. „Flur“ und „Bad“ sagen ihm mehr als „Korpusbau“ und „Oberfläche“ — und machen es leichter, eine ganze Gruppe zu streichen, wenn das Budget nicht reicht.
Häufige Fragen
Wie gliedere ich ein Schreiner-Angebot mit vielen Positionen?
Nach dem, wie der Kunde entscheidet: meist nach Räumen, bei einem großen Möbel nach Bauteilen. In CraftFlow trägst du dafür an jeder Position denselben Gruppennamen ein; im PDF entsteht eine Überschrift mit den Unterpositionen 1.001, 1.002 und so weiter.
Warum steht meine Gruppe zweimal im Angebot?
Weil zwischen den Positionen eine andere steht oder der Name nicht genau gleich geschrieben ist. Schieb die Positionen mit ↑ und ↓ direkt untereinander und gleiche die Schreibweise an.
Bekommt eine Gruppe eine Zwischensumme?
Ja, im Angebot. Unter den Positionen jeder Gruppe steht „Zwischensumme“ mit dem Gruppennamen, Alternativpositionen zählen nicht mit. Die Gesamtsumme steht weiter am Ende. Auftragsbestätigung und Rechnung zeigen keine Zwischensummen.
Kann eine Alternativposition in einer Gruppe stehen?
Ja. Gib ihr denselben Gruppennamen und setz sie direkt unter die Position, die sie ersetzen würde. Ihr Preis steht in Klammern und zählt nicht in die Summe.
Das gehört dazu
Passt dazu
Diese Seite erklärt eine Funktion. Wie aus einer Projektbeschreibung überhaupt ein fertiges Angebot wird, vom ersten Satz bis zum PDF, steht auf Angebot schreiben als Handwerker.
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