GAEB-Leistungsverzeichnis einlesen und als X84 abgeben
Kommt eine Ausschreibung als GAEB-Datei (.X83), liest CraftFlow sie vollständig ein — mit Ordnungszahlen (OZ), Losen und Titeln, Texten, Mengen und allen Positionsarten. Was noch nicht geht, steht unten. Die KI kalkuliert die Positionen mit deinen Stundensätzen, Regeln und Preisen, und du gibst das Angebot als .X84 mit denselben Ordnungszahlen und derselben Gliederung zurück. Das Leistungsverzeichnis bleibt, wie der Auftraggeber es geschrieben hat: Die KI legt keine Positionen an, löscht keine und nummeriert nicht um.
Was CraftFlow aus dem LV übernimmt
Alles, was im Leistungsverzeichnis steht: Ordnungszahlen, Lose und Titel, Kurz- und Langtexte, Mengen und Einheiten, Bedarfs-, Wahl-, Pauschal-, Stundenlohn- und Zuschlagspositionen, Hinweistexte sowie die Vor- und Schlussbemerkungen des Auftraggebers.
Das LV ist das Gerüst deines Angebots. Kurztext, Reihenfolge und Bestand der Positionen legt das LV fest — du kannst LV-Positionen nicht umbenennen, verschieben oder löschen. So geht die .X84 mit genau den Nummern zurück, die der Auftraggeber vergeben hat.
Einlesen
Lege ein neues Angebot an, klick auf Dateien hochladen und wähle GAEB-LV (.X83, .X81, .X82, .X86). Danach zeigt CraftFlow, was angekommen ist — zum Beispiel „27 Positionen in 12 Titeln, 2 Bedarfspositionen, 1 Zuschlag“. Darunter wählst du Übernehmen und kalkulieren lassen, Nur übernehmen oder Verwerfen.
Ein Leistungsverzeichnis kommt immer in ein neues Angebot.
Kalkulieren lassen
Über der Kalkulation steht der GAEB-Kasten mit den Knöpfen Kalkulieren lassen (KI) — nach dem ersten Lauf Neu kalkulieren lassen (KI) — und GAEB-Angebot (.X84) erstellen.
Die KI rechnet je Position eine Einheit — 1 m², 1 Stück, 1 psch — mit deinen Stundensätzen, Regeln und Preisen. CraftFlow multipliziert das selbst mit der Menge aus dem LV. CraftFlow merkt sich die Werte je Einheit; in der Kalkulation stehen Material und Zeiten aber für die ganze LV-Menge, etwa „Material für 13,5 m²“, und unter dem Positionsgesamt der Rechenweg „= 13,5 m² × EP 152,98 €“. Positionen ohne Gesamtbetrag — Bedarfsposition ohne Gesamtbetrag, entfällt, nicht angeboten — zeigen Material und Zeiten je Einheit, etwa „Material je m²“, und den Einheitspreis.
Jedes LV rechnet CraftFlow im Hintergrund auf dem Server, in Blöcken zu 8 Positionen nacheinander. Die Seite darf zu — du kannst das Angebot schließen und später wieder öffnen. Jeder fertige Block ist sofort gespeichert und steht direkt in den Positionen; einen Knopf zum Übernehmen brauchst du hier nicht.
Solange die Seite offen ist, holt sie sich alle paar Sekunden den neuen Stand. Der Kasten zeigt zum Beispiel „3 von 8 Blöcken fertig“.
Hakt ein Block, etwa weil die KI nicht erreichbar ist, versucht CraftFlow es von selbst bis zu dreimal. Dann rechnet es die übrigen Blöcke fertig und hält mit dem Grund an. Weiterrechnen (ohne neue Kosten) macht beim Block weiter, der gehakt hat. Kalkulation abbrechen beendet den Lauf — die fertigen Blöcke bleiben im Angebot. Andere Knöpfe für einzelne Blöcke gibt es im GAEB-Kasten nicht.
Große Mengen werden wie die Stückzahl im normalen Angebot günstiger je Einheit: bei Stück wie gewohnt, bei m² und m mit einer flacheren Staffel. Einen Einheitspreis, den du von Hand einträgst, nimmt CraftFlow ohne diesen Effekt.
Was ein LV verbraucht
Je angefangene 50 kalkulierte Positionen zählt 1 Angebot von deinem Kontingent. Ein LV mit 200 Positionen kostet also 4 Angebote. Der GAEB-Kasten nennt dir die Zahl, bevor du startest.
Gezählt wird einmal beim Start, nach den Positionen, die zu kalkulieren sind. Anders als bei einem großen Projekt ohne GAEB kommt danach nichts zurück — auch nicht, wenn du abbrichst. Weiterrechnen nach einer Störung kostet nichts extra. Startest du neu, während noch ein Lauf offen ist, fragt CraftFlow vorher nach — ein neuer Lauf zählt neu.
Jede LV-Position im Angebot
Jede LV-Position zeigt ihre OZ, ihr Kennzeichen (etwa Bedarf, Wahl, Pauschal oder Stundenlohn) und die Rechnung LV-Menge × Einheitspreis = Gesamtbetrag. Im Feld EP von Hand (EP = Einheitspreis) setzt du einen eigenen Einheitspreis statt der Kalkulation.
Manche Positionen brauchen deine Angabe: Bei einer freien Menge trägst du die Menge ein. Bei Bieter-Angaben, zum Beispiel dem Fabrikat, trägst du den Text ein oder wählst leer lassen. Bei Zuschlägen gibst du den Prozentsatz an — 0 % ist erlaubt.
Positionen, die nicht zum Schreiner passen, zum Beispiel Elektroarbeiten, schlägt die KI als „nicht angeboten (KI-Vorschlag)“ vor, mit Grund. Mit zurückholen nimmst du den Vorschlag zurück. Außerdem hat jede LV-Position den Haken nicht anbieten. Bei öffentlichen Ausschreibungen kann ein Angebot ausgeschlossen werden, wenn Preise fehlen. Frag deshalb vorher beim Auftraggeber nach, ob Teilangebote oder nicht angebotene Positionen zugelassen sind.
Die X84 erstellen
Ein Klick auf GAEB-Angebot (.X84) erstellen, und CraftFlow prüft vorher eine Liste: Preise, freie Mengen, Bieter-Angaben, Zuschlagssätze und Firma, Straße, PLZ und Ort in den Einstellungen unter Firmendaten. Dann schreibt es die X84 in der GAEB-Version der X83, gleicht Nummern und Gliederung mit dem LV ab und prüft die Datei gegen das offizielle GAEB-Schema. Eine fehlerhafte Datei gibt CraftFlow nie heraus. Geprüft ist das GAEB-Format. Ob dein Angebot den Vergabeunterlagen entspricht, also Formblätter, Erklärungen, Frist und Unterschrift oder Signatur auf der Vergabeplattform, prüfst du selbst.
Fehlt etwas Pflichtiges, zum Beispiel ein Preis oder eine freie Menge, erstellt CraftFlow keine Datei und nennt dir, was fehlt, bei Positionen mit der OZ. Warnungen bekommst du für das, was die X84 anders zeigt als dein Angebot: eigene Positionen ohne LV-Bezug und bei GAEB 3.1 nicht angebotene Positionen. Gibt es keine Warnungen, startet der Download sofort, sonst erst nach Trotzdem herunterladen. Der Link gilt 10 Minuten. Jede erstellte X84 bleibt beim Angebot gespeichert.
Eigene Positionen ohne Bezug zum LV stehen im PDF, aber nicht in der X84 — das sagt dir CraftFlow vorher. Auch ↓ Export → 🏗 GAEB-Angebot (.X84) führt in diesen Kasten.
Das PDF dazu
Das Angebots-PDF zeigt die Ordnungszahlen, die Titel aus dem LV, Menge, Einheit, Einheitspreis und Gesamtbetrag. Wahlpositionen stehen in Klammern. Auftragsbestätigung und Rechnung aus diesem Angebot behalten die OZ.
Was geht und was noch nicht
| Thema | Stand |
|---|---|
| Formate | GAEB DA XML 3.1, 3.2 und 3.3, höchstens 10 MB je Datei |
| GAEB 90 und GAEB 2000 (.D8x, .P8x) | noch nicht — beim Auftraggeber die XML-Fassung (.X83) anfordern |
| X84 zurückgeben | nur zu einer X83, nicht zu .X81, .X82 oder .X86 |
| Nicht angeboten bei GAEB 3.1 | geht ohne Preis in die Datei, sag es dem Auftraggeber im Anschreiben |
| Nachlässe | nur ein Gesamtnachlass — je Position oder Titel noch nicht |
| Nebenangebote, Bieterkommentare | noch nicht |
Eine Ausschreibung für Innentüren
- 1
Die Ausschreibung kommt als .X83. Neues Angebot → Dateien hochladen → GAEB-LV (.X83, .X81, .X82, .X86) und die Datei wählen.
- 2
CraftFlow zeigt, was angekommen ist. Übernehmen und kalkulieren lassen.
- 3
Die Elektro-Position schlägt die KI als „nicht angeboten (KI-Vorschlag)“ vor. Bei der Position mit Fabrikat-Angabe trägst du das Fabrikat ein.
- 4
GAEB-Angebot (.X84) erstellen: Die Prüfliste ist leer, der Download startet sofort — mit denselben Ordnungszahlen wie im LV.
Mit Nur übernehmen steht das LV im Angebot, ohne dass die KI rechnet. Kalkuliert wird erst, wenn du im GAEB-Kasten Kalkulieren lassen (KI) drückst — vorher nennt dir der Kasten, wie viele Angebote es kostet.
Worauf du achten solltest
- Hält die Kalkulation an, nimm Weiterrechnen (ohne neue Kosten) — nicht Neu kalkulieren lassen (KI). Ein neuer Lauf zählt das Kontingent noch einmal.
- Kommt das LV als GAEB 90 oder GAEB 2000 (.D8x, .P8x), frag beim Auftraggeber die XML-Fassung (.X83) an.
- Eigene Positionen ohne LV-Bezug gehen nicht in die X84 — nur ins PDF.
Das gehört dazu
Passt dazu
Diese Seite erklärt eine Funktion. Wie aus einer Projektbeschreibung überhaupt ein fertiges Angebot wird, vom ersten Satz bis zum PDF, steht auf Angebot schreiben als Handwerker.
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