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Kostenstellen und Stundensätze

CraftFlow rechnet nicht mit einem Pauschalsatz, sondern mit fünfzehn Kostenstellen: Planung, Zuschnitt, CNC, Oberfläche, Montage und die übrigen. Ein Malerbetrieb kommt mit einem Satz für alles hin — in einem Schreinermöbel steckt dagegen eine CNC, die abgeschrieben werden will, direkt neben einer Stunde an der Werkbank, die außer Lohn nichts kostet. Was jede Kostenstelle bei dir kostet, stellst du hier ein.

Zu finden unterEinstellungen → Kostenstellen
Kostenstellen und Stundensätze

Beispielwerte — die Sätze, mit denen CraftFlow startet. Deine eigenen trägst du unter Kostenstellen ein.

Warum nicht ein Satz für alles

Eine Stunde an der CNC kostet den Betrieb etwas anderes als eine Stunde Montage beim Kunden. Wer mit einem Mischsatz rechnet, verdient an maschinenlastigen Möbeln zu wenig und an montagelastigen zu viel — und merkt es erst in der Nachkalkulation.

Die Werte, die am Anfang drinstehen, sind Handwerkskammer-Richtwerte. Für viele Betriebe sind sie zu hoch. Sie einmal auf die eigenen Zahlen zu bringen, ist die wirksamste Zeit, die du in CraftFlow investieren kannst.

Die fünfzehn Kostenstellen im Überblick

Sie sind in vier Bereiche sortiert: was vor der Werkstatt passiert, was an den Maschinen läuft, was an der Bank gemacht wird, und was beim Kunden. Die Sätze darin sind Startwerte — sie gehören geändert, nicht übernommen.

KostenstelleBereichStartsatz
BesprechungPlanung65 €/h
PlanungPlanung85 €/h
KonstruktionPlanung75 €/h
ArbeitsvorbereitungPlanung75 €/h
ZuschnittMaschinenraum72 €/h
BekantungMaschinenraum100 €/h
CNCMaschinenraum120 €/h
OberflächeMaschinenraum72 €/h
ProduktionBankraum65 €/h
WarenhandlingBankraum65 €/h
ZusammenbauBankraum65 €/h
VerpackenBankraum65 €/h
AzubiBankraum52 €/h
MontageMontage65 €/h
LieferungMontage65 €/h

Die Werte, mit denen jedes neue Konto startet — Handwerkskammer-Richtwerte, keine Empfehlung für deinen Betrieb. Dass CNC und Bekantung oben stehen, liegt an der Maschine, nicht an der Qualifikation: Sie tragen Anschaffung, Wartung und Werkzeug mit.

Abschalten, was du nicht hast

Keine CNC, keine Kantenanleimmaschine, keine eigene Lackierkabine? Schalte die Kostenstelle ab. CraftFlow bucht die Arbeit dann mit Zuschlag auf den Zusammenbau um — Lochreihen von Hand dauern länger als auf der Maschine, und genau das landet dann im Preis.

Eigene Kostenstellen kannst du zusätzlich anlegen. Die fünfzehn Standardstellen lassen sich nicht löschen oder umbenennen, nur im Betrag ändern oder abschalten: Sie sind der gemeinsame Nenner, an dem sich die Kalkulation orientiert.

So stellst du deine Sätze ein

  1. 1

    Einstellungen → Kostenstellen öffnen. Die Liste ist nach Bereichen gruppiert: Planung, Montage, Maschinenraum, Bankraum.

  2. 2

    Den Betrag direkt im Feld ändern — gespeichert wird sofort, ohne eigenen Knopf.

  3. 3

    Was du nicht hast, mit dem Haken rechts abschalten.

  4. 4

    Fehlt dir eine eigene Kostenstelle, leg sie unten mit Namen und Satz an.

Tipp · Woher der eigene Satz kommt

Monatliche Gesamtkosten inklusive Unternehmerlohn geteilt durch die produktiven Stunden — das ist dein Selbstkostensatz. Darauf kommt dein Gewinnaufschlag; wie hoch er ausfällt, entscheidest du. Ohne einen bleibt es Arbeit zum Selbstkostenpreis.

Worauf du achten solltest

  • Änderungen wirken auf NEUE Positionen. Bestehende Angebote behalten die Sätze, mit denen sie gerechnet wurden — sonst würde sich ein verschicktes Angebot rückwirkend ändern.
  • Eine abgeschaltete Kostenstelle verschwindet nicht aus der Welt, sondern wird umgebucht. Der Preis sinkt dadurch nicht automatisch.

Das gehört dazu

Passt dazu

Hier steht, wo die Sätze in CraftFlow hingehören — nicht, wie hoch sie sein müssen. Diese Rechnung, Gesamtkosten geteilt durch produktive Stunden, führt der Ratgeber zum Stundensatz an einem durchgerechneten Beispiel vor. Und wie die Sätze danach in die Vollkostenkalkulation eingehen, steht auf Kalkulationsprogramm für Schreiner.

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