Kompass: deine Zahlen auf einen Blick
Der Kompass ist eine eigene Seite nur für dich als Inhaber. Oben stehen vier Kacheln: Einnahmen, DB 2, Geld in 8 Wochen und Arbeit für so und so viele Wochen. Gerechnet wird nur aus dem, was in CraftFlow steht — Rechnungen, Belege, Zeiterfassung, Meine Kosten, Angebote und Kontoabgleich. Verglichen wird nur mit deinen eigenen Zahlen vom Vorjahr.
Die vier Kacheln oben
Jede Kachel zeigt nur die Hauptzahl und höchstens eine kurze Zeile. Die Erklärung steht hinter dem kleinen ⓘ am Titel: am Computer darüberfahren, am Handy antippen.
| Kachel | Was sie dir sagt |
|---|---|
| Einnahmen | Was du in Rechnung gestellt hast, netto, im Vergleich zum Vorjahr. |
| DB 2 | Was nach Material, Fremdleistung und Personalkosten übrig bleibt — in Euro und in Prozent der Einnahmen. Darunter steht, was nach deinem eigenen Unternehmerlohn bleibt. |
| Geld in 8 Wochen | Der tiefste Kontostand der nächsten acht Wochen, mit Kalenderwoche. |
| Arbeit für … Wochen | Wie lange deine Aufträge reichen. Ampel: Rot „Akquise!“, Gelb „knapp“, Grün „gut gefüllt“. |
Die Grenzen der Ampel stellst du unten auf der Seite selbst ein; leer gelassen gelten 2 und 4 Wochen.
Darunter: Ausgaben, DB 1, Umsatzsteuer, Wertschöpfung, Trefferquote
Kleiner stehen Ausgaben, DB 1 (Deckungsbeitrag 1), USt-Vorschau, Wertschöpfung je € Arbeit (kurz WPK) und Trefferquote. DB 1 sind die Einnahmen minus Material und Fremdleistung — das, was deine Werkstatt selbst erarbeitet hat.
Wertschöpfung je € Arbeit teilt dieses DB 1 durch das, was Arbeit kostet: die Personalkosten deiner Mitarbeiter plus deinen eigenen Unternehmerlohn, immer über die letzten 12 Monate. Die Zahl sagt, wie viel Wertschöpfung jeder Euro Arbeit bringt — deine eigene Arbeit eingerechnet. Unter 1 trägt sich die Arbeit nicht. Steht weder im Kompass noch in Meine Kosten ein Unternehmerlohn, siehst du statt der Zahl den Hinweis, ihn einzutragen.
Die Trefferquote zählt je Projekt über die letzten 12 Monate, nicht je Angebotsfassung. Unter der Zahl steht ihre Grundlage, etwa „8 von 12 entschiedenen Projekten · letzte 12 Monate“. Darunter steht klein eine eigene Monatszählung, etwa „Dieser Monat: 5 Angebote geschrieben · 2 Auftragsbestätigungen“. Sie gehört nicht zur Quote.
Als geschrieben zählt jedes Angebot, das du diesen Monat angelegt oder verschickt hast, überholte Fassungen nicht. Bei den Auftragsbestätigungen zählen nur fertige mit Datum in diesem Monat, je Projekt eine.
Tippst du bei der Trefferquote auf das kleine „i“, steht dort außerdem, woran verlorene Projekte lagen — Preis, Lieferzeit zu lang, Kunde verschiebt, anderer Anbieter, unbekannt — und wie oft. Den Grund fragt CraftFlow freiwillig ab, sobald du ein Angebot oder Projekt auf verloren stellst.
Weiter unten der Verlauf je Monat (Einnahmen, Ausgaben, DB 2) und die Geldvorschau als Balken je Kalenderwoche. Die Tabellen „Ausgaben nach Gruppen“ und „Je verrechneter Stunde“ gibt es am Computer.
Woher „Geld in 8 Wochen“ kommt
Start ist dein Kontostand aus dem Kontoabgleich — sonst der Kontostand, den du unten selbst einträgst. Dazu kommen offene Rechnungen an ihrem Fälligkeitstag. Ab gehen offene Lieferantenrechnungen aus den Belegen, Löhne am Monatsende, deine Privatentnahme am Monatsanfang, die Umsatzsteuer und die Steuer-Vorauszahlungen, die du eingetragen hast.
Nicht dabei sind Angebote, Aufträge ohne Rechnung und laufende Kosten ohne Beleg, zum Beispiel die Miete per Dauerauftrag. Überfällige Rechnungen und Rechnungen ohne Fälligkeitsdatum stehen extra als unsicher daneben.
Hast du keine Privatentnahme eingetragen, rechnet CraftFlow mit 0 € und sagt deutlich: „Entnahme nicht eingetragen — die Vorschau ist zu gut“. Ist der Kontostand älter als 7 Tage, steht ebenfalls ein Hinweis da.
„vorläufig“ und „geschätzt“
Jede Zahl trägt „vorläufig – nicht vom Steuerberater“. Das ist eine Vorschau aus deinen Daten, keine Finanzbuchhaltung und keine Steuerberatung. Die Umsatzsteuer ist nur gerechnet — Sondervorauszahlung, Privatanteile und Ähnliches macht dein Steuerberater.
Steht geschätzt an einer Zahl, steckt ein Planwert drin; antippen zeigt, welcher. Meist sind es die Löhne aus Meine Kosten. Trägst du unten je Monat die Summe aus der Lohnabrechnung ein, steckt bei den Löhnen kein Planwert mehr drin — eine Summe je Monat, nie der Lohn einer Person.
Lässt du den Unternehmerlohn leer, nimmt CraftFlow ihn aus Meine Kosten: deine monatliche Entnahme plus Kranken-, Pflege- und Altersvorsorge, mal 12. Darum ist er höher als die Entnahme allein.
Unbestätigte Belege und Rechnungsentwürfe zählen nicht mit, sie stehen als Hinweis oben. Eine Maschine zählt nicht als Ausgabe, sondern erscheint als Hinweis „Investition“ — die Abschreibung macht der Steuerberater.
Stundensatz-Vorschlag und Lager
Im Abschnitt Dein Stundensatz-Vorschlag rechnet der Kompass aus deinen echten Kosten — auch aus Miete oder Leasing ohne Beleg vom Konto — einen Satz je Kostenstelle zum Übernehmen, schon ab dem Starter-Plan. Wie das geht, steht unter Stundensatz-Vorschlag.
Nutzt du das Lager, stehen die Hinweise zum Nachbestellen auch hier im Kompass.
Welcher Plan was zeigt
| Plan | Was im Kompass steht |
|---|---|
| Starter | Einnahmen, Ausgaben, USt-Vorschau, Trefferquote und Arbeit für … Wochen |
| Pro und Enterprise | dazu DB 1, DB 2, Wertschöpfung je € Arbeit, Zahlen je verrechneter Stunde, Geld in 8 Wochen und die Verläufe |
Im Starter-Plan stehen die Pro-Kacheln als „ab Pro“ ohne Zahl da. In der Testphase siehst du alles.
Den Kompass einrichten
- 1
In der Seitenleiste ganz oben auf 🧭 Kompass klicken. Fehlt für eine Kachel eine Angabe, steht dort „–“ mit dem Knopf „Einrichten“.
- 2
Unten unter „Einstellungen des Kompass“ bei Umsatzsteuer die Versteuerung und den Voranmeldungszeitraum wählen.
- 3
Ab Pro: Unternehmerlohn im Jahr, Privatentnahme je Monat und die Steuer-Vorauszahlungen eintragen — und, wenn du keinen Kontoabgleich nutzt, den Kontostand mit Datum.
- 4
Unten rechts auf „Speichern“ klicken.
Weißt du einen Wert nicht, lass das Feld leer. Dann steht an der Kennzahl eine Erklärung statt einer falschen Zahl.
Worauf du achten solltest
- Deine Mitarbeiter sehen den Kompass nicht — auch nicht den Punkt in der Seitenleiste. Umsatz und Löhne gehen nur dich etwas an.
- Die Zahlen sind so gut wie die Daten darunter: Belege, die du nicht bestätigt hast, fehlen in den Ausgaben.
- Ohne eingetragene Privatentnahme ist die Geldvorschau zu gut. CraftFlow sagt das dazu, rechnet aber nichts dazu.
Das gehört dazu
Passt dazu
Diese Seite erklärt eine Funktion. Warum CraftFlow überhaupt mit den Werten deines Betriebs rechnet statt mit Durchschnitten aus dem Internet, steht auf Schreiner-Software — und die Rechnung hinter dem Stundensatz im Ratgeber.
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